Sonntag, 8. Juni 2008Nun... Was tun?
Eigentlich wollte ich diese Sache ja auf sich beruhen lassen. Nicht so wichtig. Nur ein kleiner Text.
Da komme ich nun aber ahnungslos und relativ entspannt aus dem Urlaub zurück und finde das darunter: Ich hatte hierfür die Rechte von Sarah Buch...die den Text auch geschrieben hat! Entspannung erstmal weg. Was nun? Ich hätte ja gerne eine Erklärung, wie ich einen Text zweieinhalb Jahre vor der Veröffentlichung kopiert haben soll? Dafür gibt es ja Beweise (Veröffentlichung bei blogger.com; Google Cache; Meine damals am Schlussgebet mitschreibenden Freunde; die wenigen Leser von damals). Mein Eintrag: Freitag, 22. Oktober 2004 im Schlussgebet-Blog. Geklauter Eintrag: 8. Februar 2007 in stadtleben. Sehr geehrter Herr Björn Hill, wie soll das möglich sein? Dürfte ich die Adresse von Sarah Buch haben, um das mit ihr zu klären? Nebenbei bemerkt: Wie kann man denn ein Text klauen, in dem ein Wort vorkommt, das bei Google nur genau ein mal gefunden wird? Und dazu noch im Text auf genau diesen Umstand hingewiesen wird (mit Link!)? Also wirklich. Und drei Worte hinzufügen, die dazu an der Stelle wenig Sinn ergeben, reicht wohl nicht aus, um als intellektuelle Neuleistung zu qualifizieren. Ich bin gespannt auf die Antwort. Vielleicht schicke ich das ganze mal per Mail an kontakt@stadtleben.de [Update: Noch eine Veröffentlichung findet sich hier. Ich bin sauer. Die "Autorin" in diesem Fall gibt in ihrem Profil an, sie sei "Farbe bekennend" (bin gespannt) und angehende Mediengestalterin. Wüsste gerne was sie dazu sagen würde, wenn man Ihre Werke stiehlt. Sagte ich schon, dass ich sauer bin?] Samstag, 24. November 2007Switcher
Um mich herum wechseln immer mehr Leute von Windows-PCs zu Macs (mindestens die Hardware, oft aber auch komplett). Deshalb hier mal eine Liste von Links, die mir beim "switchen" geholfen haben. Derzeit unsortiert, vielleicht bringe ich da noch Ordnung rein.
A Guide to OS X Software for Switchers Sammlung von "Ersetzungen" für populäre Windows-Software, sind ein paar gute Sachen dabei. http://flernk.blogspot.com/[...] TextMate Bester mir bekannter Editor für Quelltexte aller Art, Haus-und-Hof-Editor für Ruby on Rails, es gibt aber sogar Bundles für Drehbücher usw. http://macromates.com/ Flip4Mac WMV-Dateien auf dem Mac anschauen und mit der Bezahlversion auch erstellen. http://www.flip4mac.com/wmv.htm OmniOutliner Die kleine Version sollte auf dem Mac schon drauf gewesen sein. Tolles Programm sowohl zum schnellen Planen als auch um schöne Listen zu erstellen. Pro Version kann noch mehr, mir reicht aber die "kleine". http://www.omnigroup.com/[...] Kleinkram I Diverse kleine Software, nicht wirklich nötig: http://homepage.mac.com/holtmann/[...] 10 OS X Apps You Might Not Know About But Should Der Titel sagt es schon. http://theappleblog.com/[...] Yojimbo Ein Informationssammlungs- und -organisiertool, brauch ich aber nicht, OmniOutliner (siehe oben) reicht für meine Zwecke völlig. http://www.barebones.com/[...] Parallels Desktop Mir war es in Version 2.x noch zu langsam und nötig auch nicht, hab' nun Bootcamp mit Vista drauf zum gelegentlichen Spielen. http://www.parallels.com/[...] CSSedit Wohl der beste StyleSheet-Editor für Mac, ich tippe meine css-Dateien aber mit Zend oder TextMate. http://www.macrabbit.com/cssedit/ CodecPack Pack mit allen möglichen Audio und Video Codecs für den Mac. Seit der Installation spielt Quicktime klaglos alles. http://blog.twenty08.com/2006/12/27/[...] Adium Bester IM den ich kenne, egal auf welchem System. Gibt es nicht für Windows, dort sei Miranda empfohlen. http://www.adiumx.com/ iConzertCal Coole Idee, hab' ich aber noch nicht ausprobiert: Die nächsten Konzerte von Bands Deiner iTunes-Liste in Deiner Stadt. http://www.iconcertcal.com/ 5 Programme 5 Programme, die es unter OSX gibt, aber so nicht für Windows. http://www.pixelgraphix.de/log/2006-07/5-[...] Quicksilver Pflicht! Launcher für OS X, um unglaublich viel direkt mit der Tastatur starten und steuern zu können. http://blacktree.com/ Unbedingt dazu 10 Minuten Zeit nehmen und dieses Tutorial durcharbeiten. Beschleunigt alles enorm und wird schnell zum integralen Bestandteil von OS X. 42 Gründe zum switchen Für die immer noch nicht überzeugten. http://valleywag.com/tech/apple/[...] Top 22 Mac OS X Products Habe ich auch nicht alle ausprobiert. http://www.informationweek.com/[...] SuperDuper! Backup-Software, erstellt bootbare Images. Dank TimeMachine nicht mehr nötig, denke ich... http://www.shirt-pocket.com/SuperDuper/[...] Inquisitor "Spotlight für die Websuche" Klingt gut, hab es aber auch nie ausprobiert http://swissmiss.typepad.com/[...] Lifehacker Top 10 - LH Top 10: Free Mac Downloads Mit den üblichen verdächtigen. http://lifehacker.com/[...] Brenn-Programme Mit reichen die OSX "Burn folder" und iDVD und iTunes CD / mp3-CD brennen vollständig, deshalb habe ich keines gekauft. Disco http://discoapp.com/ Toast http://www.roxio.com/[...] Firewall http://www.obdev.at/[...] Ogg für iTunes Leider nicht stabil, dank SoundConverter (unten) aber auch nicht mehr nötig. http://www.macosxhints.com/[...] 11 Ways to Optimize Your Mac's Performance Mac schneller machen. Noch schneller. http://lowendmac.com/[...] SoundConvert Kostet ein paar Euro, konvertiert aber alles in alles und platziert die Ergebnisse ins selbe Verzeichnis wie die Quelle. So konnte ich mit einer Minute Arbeit (Spotlight Suche -> Drag'n'Drop in SoundConverter) meine oggs in mp3s wandeln. http://www.dekorte.com/[...] Mario hat mich noch auf AppFresh hingewiesen. Hällt alle installierte Software aktuell. http://metaquark.de/appfresh/
Geschrieben von Bernd Goldschmidt
in Egozentrisches, Fundstücke im Web
um
13:50
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Donnerstag, 20. September 2007Domains
Folgende Anfrage fand ich heute in meiner Inbox:
Hallo Herr Goldschmidt, Meine Antwort? Siehe unten. "Domains" vollständig lesen Dienstag, 18. September 2007Oma
Meine Oma ist letzte Woche gestorben und heute war ihre Beerdigung.
Auf dem Liedblatt steht "Trauergottesdienst für Klara Nöltner" und mir ist aufgefallen: Ich kenne keine Klara Nöltner. Ich kenne nur meine "Hirschgarten-Oma", denn so hieß die Straße in der sie wohnte: Im Hirschgarten. Und bei so einem Ereignis kommt man ins grübeln, darüber, wer die Person denn war und was von ihr bleibt. Ich erinnere mich an viele Kleinigkeiten: die Himbeeren im Garten, den Hof und die Kinderfahrzeuge in der Garage. Oma auf dem Bänkchen oder einem Gartenstuhl im Schatten sitzend. An den düsteren Keller, in dem wir mal Trauben gepresst haben. An die Stifte zum malen, in der die große, schwere Lupe steckte. An die Muskatnussreibe, die es nur bei ihr gab. An Opa und die kratzenden Geräusche, wenn er sich am Esstisch mit seinem alten Braun den Bart rasierte. Der starb vor 18 Jahren. Wie Oma mir zeigte, wie man gut Vögel malen kann. An die uralte Couch im Esszimmer, bei der man jede einzelne Feder spüren konnte. Und an so ein unbestimmtes, seltsam heimeliges Gefühl bei ihr. Im Gottesdienst wurden dann noch einige biografische Fakten und die eindrucksvolle Nachkommenschaft aufgezählt: 7 Kinder, 16 Enkel, 21 Urenkel. Und dann noch ihr tiefer und unerschütterlicher Glaube, der ihr am Ende wohl sehr geholfen hat. Außerdem erinnere mich, das sie am Ende ihres Lebens immer gerne ein wenig jammerte. Darüber, dass es ihr einfach nicht mehr gut gehe. Und das war's? Kleinigkeiten, ein unbestimmtes Gefühl, einige biografische Fakten und gut gestreute Gene? Man trauert, so ist mir bewusst geworden, doch auch immer um sich selbst. Und wird sich überdeutlich bewusst, das man auch irgendwann dran ist. Tschüss Oma. Ich hoffe für Dich, dass Dein Glaube der richtige war. Die Bahn macht mobil
Oder: Wie ich mein grünes Gewissen verlor.
Heute morgen bin ich mal wieder fröhlich viel zu früh (lies: sechs Uhr) aufgestanden um nach Dusche und so weiter den Zug um 7:10 Uhr zu kriegen. Bedeutet über 10 Minuten Fußweg, bei dem es zum Glück nur tröpfelte. Der Regionalverkehrs-Pendelzug hatte seine üblichen paar Minuten Verspätung, an die man sich ja inzwischen gewöhnt hat. Und auch, dass der Zug immer sehr voll ist und man deshalb keinen Sitzplatz mehr bekommt erträgt man der Umwelt zu liebe. Heute aber war der Zug so voll, dass über ein dutzend Menschen wieder gehen mussten. Über 10 Minuten zu Fuß zurück, diesmal in strömenden Regen. Konsequenz: Ich werde nicht mehr mit dem ÖPNV zur Arbeit gehen, sondern in der Regel das Auto nehmen. 15km Wegstrecke, hin und zurück, macht 30km, macht bei über 10l/100km 3l pro Arbeitstag oder bei derzeitigen Benzinpreisen über 5€. Das selbe nochmal für Marion, die wegen des Schichtdienstes oft auf das Auto angewiesen ist (es ist ja auch nicht so, dass wir hier perfekt und lückenlos angebunden wären). Wären wir bei 10€/Tag oder 200€/Monat. CO2-Ausstoß rechne ich mal lieber nicht aus, sonst wird mir übel. Lösungen? Einen kleineren Zweitwagen können wir uns nicht leisten, Roller ist zu unsicher und je nach Wetter auch unerträglich. Fahrrad zu weit und zeitaufwändig, vom logistischen Problem des Duschens danach und dem Wetter mal ganz abgesehen. Oder die Bahn hängt halt mal zwei Wagen mehr an oder erhöht die Frequenz. Kann doch nicht so schwer sein, sich gerade um die Kunden ordentlich zu kümmern, mit denen man jeden Tag zu tun. Die regelmäßig Geld in die Kassen spülen. Sollte die Bahn jemals an die Börse gehen: Ich werde keine Aktien kaufen. Donnerstag, 16. August 2007Erster Schritt
Folgende E-Mail habe ich gerade an rheinnahe@stadtleben.de gesendet:
Betreff: Diebstahl geistigen Eigentums Sehr geehrte Damen und Herren der Hill & Verheyen GbR.
Geschrieben von Bernd Goldschmidt
in Egozentrisches, Fundstücke im Web
um
16:55
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Neue Worte braucht das web (Update: Mit Krimi!)
Machmal kommen einem ja einfach so, zum Beispiel wartend an der Bushaltestelle, neue Worte in den Kopf.
Mir fiel heute "Schweinereivermeider" ein. Und ich dachte mir: Sicherlich hat noch nie zuvor ein Mensch diese vorzügliche Wortkombination gedacht oder gar benutzt. Ein schneller Blick auf Google überzeugte mich: keine Treffer. Nur: Was macht man nun damit? www.Schweinereivermeider.de reservieren? Als Marke anmelden? Und dann? Und vor allem: Wozu? Schon tragisch, wenn die eigene Kreativität einem nicht dabei hilft, Geniales zu erschaffen, Weltprobleme zu lösen oder zumindest etwas vermarktfähiges hervorbringt, sondern nur solche Worte wie "Schweinereivermeider". Wobei... Will jemand die Rechte an "Schweinereivermeider" kaufen? Nein? Schade. (Zuerst gepostet am Freitag, 22. Oktober 2004 im Schlussgebet-Blog.) (Gerade gefunden: Ein Herr Björn Hill hat den Beitrag beinahe wortwörtlich geklaut un am 8. Februar 2007 veröffentlicht. In Grund und Boden klagen? Abstimmung in den Kommentaren. Meine Stimme dafür.) Mittwoch, 15. August 2007Perfide
(Anmerkung vorab für die Jüngeren unter den Lesern: Hans Eichel war mal Finanzminister, damals.)
Ich werde von Hans Eichel verfolgt. Ehrlich. Seit Tagen schon entdecke ich immer wieder Hans Eichel. Im Auto an mir vorbei fahrend. In der Fußgängerzone. Weiter vorne an der Kasse. Ein zweiter Blick überzeugt mich dann immer davon, dass es sich nur um eine Hans Eichel mehr oder weniger entfernt ähnlich sehende Person handelt, aber der Schock sitzt jedesmal tief. Und ich begann zu grübeln. Das kann doch kein Zufall sein. Meine geistige Gesundheit in Frage zu stellen fällt mir naturgemäß recht schwer, also muss eine andere Erklärung her. Ich sehe einen Plan: Die Bundesregierung, schon lange klamm, versucht säumigen Steuerzahlern und gemeinen Steuerhinterziehern ein schlechtes Gewissen zu machen. (Nicht das ich mich zu einer dieser Gruppen zugehörig fühlen müsste.) So werden wohl offensichtlich Hans-Eichel-Lookalikes unters Volk geschickt, immer gehäuft auftretend, um Verfolgswahn unter denen hervorzurufen, die dem Staate Geld schulden. Ich warte ja nur darauf, das Hans sich irgendwann mal umdreht, auf einen Passanten zeigt und ruft: "Haltet ihn, er ist ein Steuerhinterzieher!" Ich würde nichts unversucht lassen, diesen Schurken am Kragen zu packen. Damit der Spuk endlich ein Ende hat. (Veröffentlicht am Freitag, 22. Oktober 2004) Dienstag, 14. August 2007Ein fantastisches Märchen
Es war einmal ein kleiner Junge mit einer im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Gabe. Es war ihm möglich, mit der Kraft seiner Fantasie, sein Leben immer zu seinen Gunsten umzugestalten. So erträumte er sich in der Schule einfach immer die guten Noten, die er in Wirklichkeit nie hatte, verwandelte sein kleines Holzauto in ein schick glänzendes Ferrari-Modell und hatte ungeachtet des Wetters immer Sonnenschein im Gesicht.
Eine solche Gabe, so dachte der kleine Junge bei sich, darf nicht verschwendet werden. Und er sinnierte über Möglichkeiten nach, sein Talent einsetzen zu können. Da ihm Dreh- oder Kinderbuchautor zu profan erschien, beschloss er, die Welt mit der Macht der Fantasie von allem Übel zu befreien. Das größte Übel zu der Zeit aber hieß Rachnokrim und war ein furchterregender, roter, riesiger Drache, der in einer Höhle nahe der Heimatstadt des kleinen Jungen lebte. Also machte dieser sich auf, den Drachen zu besiegen. Als er nun in die Höhle des Drachen stapfte, klopfte das Herz des kleinen Jungen gar fürchterlich, und als er dann auch noch das Gebrüll des Drachen hörte (der gerade in einer mächtigen Brüll-Stimmung war) fühlte er sich fast wie gelähmt. Aber der kleine Junge besann sich seiner Gabe und trat dem furchterregenden Drachen mutig entgegen. Als der kleine Junge dem Drachen immer näher kam, erkannte er Kraft seiner Fantasie, dass da gar kein furchterregender roter Drache im Dunkel der Höhle lag, sondern nur ein weiches, kuschliges, rotes Plüchsofa, auf dem es sich der kleine Junge sofort bequem machte. Der Drache aber erkannte, dass er selbst völlig fantasielos war und biss dem kleinen Jungen den Kopf ab. (Zuerst veröffentlich am Donnerstag, den 10. Februar 2005) Montag, 13. August 2007200!
Mann, über 200 Beiträge in diesem Blog schon.
Zur Feier dieser historischen und psychologisch so wichtigen Grenze (oder so) werden in den nächsten Tagen von mir verfasste Beiträge aus einem anderen Blog veröffentlicht. Anderer Stil. Bin auf eure Kommentare gespannt.
(Seite 1 von 2, insgesamt 17 Einträge)
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